LOVE CAN DO IT

9. Wegbegleiter (25.4.2020)


Sonntagnachmittag: Zwischen 15 und 18 Uhr

«Heute morgen wurden wir sehr beunruhigt durch einige Frauen, die zu uns gehören. Schon vor Sonnenaufgang waren sie zum Grab gegangen; aber sein Leichnam war nicht mehr da. Ihnen seien Engel erschienen, die sollen gesagt haben: <Jesus lebt!> Einige von uns sind gleich zum Grab gelaufen. Es war tatsächlich leer, wie die Frauen berichtet hatten. Aber Jesus haben sie nicht gesehen.»

Darauf sagte Jesus zu ihnen: «Wie unverständig seid ihr doch! Warum begreift und glaubt ihr nicht, was die Propheten vorausgesagt haben? Musste Christus nicht all dies erleiden, bevor Gott ihn zum Herrn über alles einsetzt? Dann erklärte ihnen Jesus, was in der Heiligen Schrift über ihn gesagt wird – von den Büchern Mose angefangen bis zu den Propheten.»

Lukas 24,22-27  Hoffnung für alle

 


 

Zwei Jünger, die eng mit Jesus unterwegs waren, befinden sich am Ostersonntag auf dem Weg nach Emmaus. Sie sind niedergeschlagen, entmutigt und enttäuscht wegen dem Tod von Jesus am Kreuz. Gleichzeitig sind sie auch verwirrt und aufgewühlt, weil sie nicht einordnen können, was es mit dem leeren Grab auf sich hat, von dem ihnen die Frauen berichtet haben. In ihrem Inneren herrscht grosse Verwirrung und Unsicherheit. Sie können nicht mehr klar sehen und wissen nicht mehr, was sie glauben oder denken sollen. Darum gesellt sich Jesus selbst auf dem Weg zu ihnen. Er sieht, dass sie Mühe haben, das Geschehene zu verstehen. Geduldig wandert er an ihrer Seite, hört ihnen aufmerksam zu, nimmt sie ernst und geht auf ihre Fragen ein. Er erklärt ihnen alle Zusammenhänge – beginnt von ganz vorne und lässt nichts aus, damit sie die Ereignisse der letzten Tage und deren Bedeutung nachvollziehen und verstehen können. Jesus kommt mitten in ihre Verwirrung hinein und hilft ihnen, einen neuen Blickwinkel, eine neue Perspektive einzunehmen. Er kommt mitten in die Dunkelheit und Unsicherheit und bringt Licht und Klarheit.

In meinem Alltag erlebe auch ich Situationen, in denen ich nicht mehr weiss, wo mir der Kopf steht. So viele Dinge prasseln gleichzeitig auf mich ein – die Kinder beanspruchen meine Aufmerksamkeit und Zeit, der Haushalt sollte gemacht werden, meinen Aufgaben als Lehrerin sollte ich nachkommen, Beziehungen wollen gepflegt werden… Nicht selten verliere ich in dieser Hektik und Schnelllebigkeit den Fokus auf Gott und seine Sichtweise der Dinge. Wie gut zu wissen, dass Jesus gerade dann an meiner Seite wandert und mir im Alltag helfen möchte, die nötige Distanz zu gewinnen und die Dinge im rechten Licht zu sehen. Jesus kommt mitten in meine Fragen, Unsicherheiten und Nöte hinein. Es ist ihm nicht egal, wie es mir geht und was mich beschäftigt. Treu und voller Geduld steht er mir als Wegbegleiter zur Seite. Er bringt Klarheit und Licht – verhilft mir zu einer anderen Perspektive, hilft mir Zusammenhänge zu erkennen und die Dinge aus seiner Sicht zu sehen.

Gebet: Jesus, ich danke dir, dass du heute an meiner Seite wanderst und mich durch den Alltag begleitest. Du weisst, was mich beschäftigt und meine Gedanken füllt. Hilf mir, deine Perspektive einzunehmen und die Dinge mit deinen Augen zu sehen. Ich danke dir für deine Treue an diesem neuen Tag! Amen

 


Barbara Nussbaumer (39)
Ich bin verheiratet mit Philipp und Mutter von drei Kindern. Es ist mein Herzschlag, dass Menschen in der Streetchurch ein Zuhause finden und Gott begegnen können.

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