LOVE CAN DO IT

29. Juli 2020: Loslassen


ANLEITUNG

Die Treffen in Kleingruppen laufen meistens unterschiedlich ab. Eine Kleingruppe hat aber immer die folgenden vier Ziele: 1) Persönlicher Austausch zum persönlichen Alltag, 2) Gemeinsames Gebet, 3) Inspirierende Inhalte und vertiefende Diskussionen, 4) Persönliche Anliegen teilen und einander tragen. Das Treffen einer Kleingruppe dauert im Normalfall 60-90 Minuten. Der folgende Ablauf hat sich bewährt:

  • 10min  Begrüssung, Austausch, Gebet
  • (20min  Video-Input, falls nicht vorher Teil des Programms)
  • 10min  Bibeltext
  • 30min  Gruppendiskussion
  • 20min  Dankbarkeit & Gebetsanliegen, Gemeinsames Gebet

 

BIBELTEXT

1 Mose hütete damals die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Eines Tages trieb er die Herde von der Steppe hinauf in die Berge und kam zum Horeb*, dem Berg Gottes.
2 Dort erschien ihm der Engel des HERRN in einer Flamme, die aus einem Dornbusch schlug. Als Mose genauer hinsah, bemerkte er, dass der Busch zwar in Flammen stand, aber nicht niederbrannte.
3 »Merkwürdig«, dachte Mose, »warum verbrennt der Busch nicht? Das muss ich mir aus der Nähe ansehen.«
4 Der HERR sah, dass Mose sich dem Feuer näherte, um es genauer zu betrachten. Da rief er ihm aus dem Busch zu: »Mose, Mose!« »Ja, Herr«, antwortete er.
14 Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin, der ich bin

2. Mose 3 1-4, 14

 

FRAGEN FÜR GRUPPENDISKUSSION
  • In welchen Momenten habe ich das Gefühl, dass ich ganz im «Jetzt» bin? Und an was liegt das?
  • Was hilft mir, mich ganz auf Gott konzentrieren zu können? Was hilft mir ganz da zu sein mit Gott?
  • Was sind Dinge, die mich hindern im «Jetzt» zu sein: Ob dies mit Menschen oder mit Gott ist?
  • Was könnten die Vorteile sein, wenn man lernt im «Jetzt» zu sein? Was kann aber auch der Nachteil sein, wenn man nur im «Jetzt» ist oder gibt es gar keine Nachteile?
  • Wie könnte ich zukünftig meine Zeit mit Gott gestalten, um dieses «da-sein» einzuüben und zu erleben? Regt euch gegenseitig an.

 

Gebet

In diesem gegenwärtigen Augenblick
Lasse ich alle meine Pläne, Sorgen und Ängste los.
Ich lege sie jetzt in deine Hände, Herr.
Ich lockere den Griff, mit dem ich sie halte, und lasse sie dir.
Für den Augenblick überlasse ich sie dir.
Ich warte auf dich – erwartungsvoll.
Du kommst auf mich zu, und ich lasse mich von dir tragen.
Ich beginne die Reise nach innen.
Ich reise in mich hinein, zum innersten Kern meines Seins,
wo du wohnst.
An diesem tiefsten Punkt meines Wesens
Bist du immer schon vor mir da,
Schaffst und belebst,
stärkst ohne Unterlass meine ganze Person.
Und nun öffne ich meine Augen,
um dich in der Welt der Dinge und Menschen zu schauen.
Ich nehme die Verantwortung für meine Zukunft wieder auf.
Ich ergreife aus Neue den Pflug.
Aber nun weiss ich,
dass deine Hand über der meinen liegt
und sie mit dir meinen ergreifst.
Mit neuer Kraft trete ich die Reise nach aussen wieder an,
nicht mehr allein,
sondern mit meinem Schöpfer zusammen.

Dag Hammarskjöld, zweiter Generalsekretär der Vereinten Nationen 1953-1961

 

WOCHENÜBUNG
Fühle dich eingeladen, dir bewusst Zeit für Gott zu nehmen. Plane dir Zeiträume ein, wo du ganz da bist vor Gott. Schon 5-10 Minuten ist ein guter Start! Du kannst dich zum Anfang auf deinen Atem konzentrieren und dich innerlich auf Gott ausrichten indem du sagst: Ich bin nun bei dir, Gott. Wenn Sorgen und Ängste aufkommen, dann stelle dir vor, dass sie Wolken sind, die über deinem Kopf weiterziehen. Du darfst nun einfach bei Gott sein; er ist da. Danach kannst du das Gebet von heute als Anfang für dich lesen, falls es dich angesprochen hat. Wenn du danach allmählich spürst, dass du angekommen bist, dann beginn in deinen eigenen Worten zu beten. Sprich zu Gott, was dir jetzt auf dem Herz liegt. Danach ermutige ich dich etwas herausforderndes zu tun: Schweige für eine kurze Zeit und höre. Sei nicht entmutigt, wenn du nicht sofort etwas hörst/ spürst. Gott ist da und manchmal ist dieses Schweigen ein tiefes Geheimnis.

 

ZUSATZMATERIAL
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