LOVE CAN DO IT

18. Anders und doch gleich wie wir (6.5.2020)


Sonntagabend: Nach 20.30 Uhr

Aber vor lauter Freude konnten sie es noch immer nicht fassen, dass Jesus vor ihnen stand. Endlich fragte er sie: »Habt ihr etwas zu essen hier?« Sie brachten ihm ein Stück gebratenen Fisch. Den nahm er und aß ihn vor ihren Augen.

Lukas 24,41–43  Hoffnung für alle

 


 

Wann hatte ich das letzte Mal eine so grosse Freude, dass ich etwas nicht wirklich fassen konnte?
Ich kann diese Frage so beantworten: Mir passiert dies sehr schnell im Kleinen:

Erstes Beispiel: Bin ich im Zelt auf dem Berg und sehe den Sonnenuntergang, wird das Essen im Kochtopf sehr wahrscheinlich anbrennen.
Sonnenuntergang = Freude
Essen kochen = Realität, die ich nicht mehr fassen kann.

Zweites Beispiel: Bin ich mit meiner Freundin in einem wichtigen Gespräch und neben mir sehe ich eine Raupe auf einem Blatt, höre ich der Freundin vermutlich nicht mehr zu. Das führt zu einem Problem.
Raupe = Freude
Beziehungsgespräch = Realität, die ich nicht mehr fassen kann.

Gibt es bei dir auch solche Situationen?
Wenn ein toter Freund in meine verschlossene Wohnung käme und mich fragen würde, ob er was zu essen kriegen könnte, wie würde ich da reagieren? Die Situation muss unvorstellbar gewesen sein. Dies passierte in etwa so den Jüngern.
Jesus bemerkte doch sicher die Gesamtsituation. Vielleicht dachte er sich: «Ach, diese Armen, «checken» es immer noch nicht. Ich esse Mal etwas vor ihren Augen, dann haben sie noch etwas Zeit, dies zu verarbeiten.»
Vor diesen drei Versen fällt die Aussage, ob Jesus wohl ein Geist sei. Das Essen macht ihn nochmals realer. Beseitigt Zweifel und macht ihn menschlich. Er ist zurück und hat Hunger.

 


Matthias Albrecht (31)
Ich arbeite im Outdoorartikel-Verkauf und wohne in Zürich. Nebenbei studiere ich Soziale Arbeit. Jesus ist mir sehr wichtig und in der Natur erlebe ich ihn oft. Ich liebe gemeinsame Zeit mit meiner zukünftigen Frau. Bis wir wieder Berge besteigen können, entdecken wir die versteckten Wege am Uetliberg.

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